Rahva Raamat betreibt 15 Buchhandlungen in neun estnischen Städten und einen Onlineshop. Bis 2024 waren diese Systeme nicht miteinander verbunden. Heute laufen Kassen- und Onlinedaten in einem Profil zusammen, die Kampagnenerstellung dauert die Hälfte der früheren Zeit, und der Warenkorbabbrecher-Flow konvertiert bei 41,2%.
Für Rahva Raamat, den größten Buchhändler Estlands, sind Bücher eine Leidenschaft über Generationen hinweg. Das Unternehmen betreibt 15 Filialen in neun Städten, darunter die Filiale im Tallinner Viru Keskus, die international zu den bemerkenswertesten Buchhandlungen gezählt wird.
Genau diese Filialdichte wurde zum Problem, als sich der Handel Richtung Omnichannel verschob. Das Marketingteam stand vor einer Hürde, die jeder Filialist kennt: Die Daten lagen doppelt und getrennt.
Vor Custobar hatten die Kassensysteme keine Verbindung zum Onlineverhalten. Eine Kundin, die seit Jahren jeden Monat in Tartu einkauft, war online eine Unbekannte. Dem Team fehlte damit die Grundlage für jede ernsthafte Personalisierung: zu wissen, was ein Leser dem Unternehmen tatsächlich wert ist.
Ein umfangreiches, sich ständig veränderndes Buchsortiment über mehrere Kanäle zu vermarkten, ist ein operativer Spagat. Vor der Zusammenarbeit mit Custobar hatte Rahva Raamat keinen integrierten Produktkatalog im Marketingsystem.
Konkret hieß das: Empfängerlisten und Produktdaten mussten regelmäßig von Hand zusammengesucht und importiert werden. Eine einzelne Kampagne band so rund eine Stunde konzentrierte Arbeitszeit – Zeit, die nicht in Inhalte floss, sondern in Dateihandling.
In einem schnelldrehenden Sortiment ist das teurer, als es klingt. Wer drei Tage braucht, um auf einen Bestseller zu reagieren, verkauft ihn nicht mehr.
Rahva Raamat entschied sich für Custobar, um die Datensilos aufzubrechen. Kassendaten und E-Commerce-Verhalten laufen seitdem in einer Kundendatenbank zusammen und jeder Leser hat ein Profil, unabhängig davon, wo er kauft.
Darauf setzt das Team KI-berechnete Produktempfehlungen von Custobar auf. Jeder automatisierte Kontaktpunkt – von der Willkommensstrecke bis zur Warenkorberinnerung – zieht sich seine Inhalte dynamisch aus dem tatsächlichen Verhalten des Kunden.
Alle Daten liegen dabei auf EU-Servern und werden nach DSGVO verarbeitet. Für einen Händler, der Kassendaten aus 15 Filialen mit Onlineprofilen verknüpft, ist das keine Fußnote, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Projekt überhaupt startet.
Die Umstellung auf einen datengesteuerten Ansatz hat sowohl bei der betrieblichen Effizienz als auch bei der Umsatzentwicklung zu einem deutlichen Sprung nach vorne geführt.
Der unmittelbarste Effekt war der Wegfall der technischen Reibung im Wochenablauf. Mit integriertem Produktkatalog und automatisierten Listensegmenten sank die Zeit für eine Kampagne von rund einer Stunde auf 20 bis 30 Minuten.
Die gewonnene Zeit fließt nicht in mehr Kampagnen, sondern in bessere: Das Team arbeitet heute an Inhalt und Strategie statt an Datenexporten.
Februar 2025 gegenüber Februar 2026:
| Kennzahl | 2025 | 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Öffnungsrate | 45,1% | 49,3% | +4,2 Prozentpunkte |
| Klickrate | 4,7% | 6,9% | +2,2 Prozentpunkte (+47% relativ) |
| Click-to-Open-Rate | 10,4% | 14,0% | +3,6 Prozentpunkte (+35% relativ) |
Aussagekräftig ist hier vor allem die Click-to-Open-Rate. Öffnungsraten sind seit Apples Mail Privacy Protection nur noch eingeschränkt belastbar; die CTOR zeigt dagegen, ob der Inhalt nach dem Öffnen trägt. Sie ist um mehr als ein Drittel gestiegen.
Die eigentliche Bestätigung ihres strategischen Ansatzes findet sich in den Konversionsdaten ihrer automatisierten Abläufe:
Der Erfolg von Rahva Raamat ist ein Vorbild für jede Einzelhandelsmarke, die ihr Marketing ausbauen möchte, ohne den manuellen Arbeitsaufwand zu erhöhen. Um diese Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie diese drei strategischen Säulen berücksichtigen: