Creating a winning targeted marketing strategy with customer insights
Join us for an insightful webinar with Ruohonjuuri, tailored specifically for e-commerce and omnichannel retailers.
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Stellen Sie sich vor, jemand hat gerade eine Winterjacke für fünfhundert Euro bestellt. Wochenlang recherchiert, Bewertungen gelesen, endlich entschieden. Die Vorfreude ist groß.
Dann kommt die Bestellbestätigung: eine Textquittung in Systemschrift, ohne Bild, ohne Farbe, ohne einen Satz, der klingt wie die Marke, bei der eben gekauft wurde.
Genau an dieser Stelle bricht das Erlebnis ab, in das der Shop zuvor investiert hat. Und es ist ausgerechnet die Nachricht, die zuverlässiger gelesen wird als jeder Newsletter.
Es lohnt sich also, sie ernst zu nehmen. Zwei Dinge sind dabei zu klären: was Sie gestalterisch tun können, und wo im deutschen Recht die Grenze verläuft.
Die unbequeme Wahrheit: Transaktionale E-Mail-Templates in ERPs oder E-Commerce-Backends anzupassen, ist meist ein Albtraum. Oft brauchen Sie schon für eine neue Überschrift einen Entwickler.
Mit Custobar haben Sie 100% Kontrolle. Sie nutzen denselben Drag-and-Drop-Editor wie für Ihre Newsletter. Plötzlich ist Ihre „Versandbestätigung“ nicht mehr nur eine Info, sondern ein echtes Markenerlebnis mit hochauflösende Bilder der RAB-Jacke, Ihre Markenfarben, hr Tonfall. Genau der, der den Kauf ausgelöst hat.
Der Traum bleibt lebendig bis das Paket ankommt.
Hier lohnt es sich, genau zu sein, weil die Rechtslage in Deutschland und Österreich eindeutiger ist, als vielen bewusst ist.
Eine Bestellbestätigung darf ohne Werbeeinwilligung versendet werden, weil sie der Abwicklung des Vertrags dient. Dieser Grund trägt so weit, wie die Nachricht diesem Zweck dient. Kommen werbliche Elemente hinzu, wird aus der Transaktionsnachricht eine Werbe-E-Mail und für die verlangt § 7 Abs. 2 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung.
Wie weit der Werbebegriff dabei reicht, zeigt eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 10. Juli 2018: Schon eine Kundenzufriedenheitsbefragung in einer Rechnungsmail stellt Werbung dar und bedarf der Einwilligung, weil Bewertungen der Absatzförderung dienen.
Was das praktisch bedeutet:
| Ohne Einwilligung möglich | Einwilligung erforderlich |
|---|---|
| Markenkonforme Gestaltung, Logo, Farben, Typografie | Produktempfehlungen |
| Abbildung der bestellten Artikel | Rabattcodes und Aktionsangebote |
| Sendungsverfolgung, Lieferzeitpunkt | Saisonale Werbebanner |
| Kontaktweg zum Kundenservice | Bewertungs- und Zufriedenheitsanfragen |
| Hinweise zu Pflege und Nutzung des gekauften Artikels | Newsletter-Anmeldung mit Anreiz |
Die linke Spalte ist größer, als die meisten annehmen. Eine Bestellbestätigung, die aussieht wie Ihre Marke, die bestellten Artikel zeigt und erklärt, wie man sie pflegt, ist ein vollwertiges Markenerlebnis – und braucht keine Einwilligung.
Für Kunden mit Einwilligung steht Ihnen die rechte Spalte selbstverständlich offen. Genau dafür ist es sinnvoll, den Einwilligungsstatus im Kundenprofil zu führen: Die Transaktionsmail zeigt dann für jeden Empfänger das, was zulässig ist.
Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung. Die Bewertung im Einzelfall gehört anwaltlich geprüft.
Der Wunsch ist nachvollziehbar: Die Bestellbestätigung wird gelesen, also liegt es nahe, dort die fehlende Newsletter-Einwilligung einzuholen.
Rechtlich ist das heikel, und zwar unabhängig davon, wie zurückhaltend das Modul gestaltet ist. Ein Anreiz wie ein Rabattcode macht die Sache eindeutig: Er ist Werbung.
Sicherer und wirksamer sind drei andere Wege:
Im Bestellprozess. Eine gesonderte, nicht vorangekreuzte Auswahl beim Checkout, mit konkret benanntem Zweck. Wer dort zustimmt, tut es im Moment der höchsten Bereitschaft und die Einwilligung ist sauber dokumentiert.
Auf der Bestätigungsseite nach dem Kauf. Die Seite, die unmittelbar nach der Bestellung erscheint, unterliegt nicht den Beschränkungen für E-Mail-Werbung. Hier ist ein Angebot zulässig, das in der Mail problematisch wäre.
Im Kundenkonto. Wer ohnehin einloggt, um die Bestellung zu verfolgen, kann dort seine Kommunikationseinstellungen setzen.
In Custobar wird der Einwilligungsstatus im Kundenprofil geführt und steuert die Aussteuerung automatisch. Was ohne Einwilligung nicht raus darf, geht nicht raus – auch nicht versehentlich.
Kampagnenbanner in Versandbestätigungen sind Werbung und damit einwilligungsbedürftig. Für Empfänger mit Einwilligung lassen sie sich in Custobar in wenigen Minuten einpflegen, ohne dass jemand ein Template im Warenwirtschaftssystem anfasst.
Für alle anderen gibt es eine Variante, die ohne Einwilligung auskommt und oft besser wirkt: saisonale Serviceinformationen.
„Bestellungen bis zum 19. Dezember erreichen Sie vor Weihnachten." „Wegen des Feiertags verschiebt sich die Zustellung um einen Tag." „Ihre Jacke wird bei uns imprägniert ausgeliefert – so bleibt sie es."
Das sind Informationen zur Vertragsabwicklung, keine Werbung. Sie werden gelesen, sie helfen, und sie senken die Zahl der Serviceanfragen.
Transaktionale Mails aus Shopware oder dem ERP verschwinden oft in Silos.
Mit Custobar werden sie Teil des 360° Kundenprofils.
Für Automationen:
Komplexe Flows basierend auf dem Versandstatus, z. B.
„Bitten Sie um Bewertung 2 Tage nach Versand der ‚Zugestellt‘-Mail“.
Für den Kundenservice:
Der Support sieht exakt, welche Kommunikation der Kunde wann erhalten hat.
Für Compliance (DSGVO):
Wenn ein Kunde „alle gespeicherten Daten“ anfordert, exportieren Sie mit wenigen Klicks die komplette Historie, inklusive aller Rechnungen und Versandbenachrichtigungen. Alles an einem Ort.
Die Bestellbestätigung ist die einzige E-Mail, bei der Sie sich der Aufmerksamkeit sicher sein können. Genau deshalb lohnt es sich, sie zu gestalten und genau deshalb lohnt es sich, sie nicht zu überladen.
Ein Kunde, der eine schöne, hilfreiche Bestätigung erhält, entwickelt Vertrauen. Ein Kunde, der stattdessen ein Rabattangebot bekommt, das er nicht angefordert hat, entwickelt etwas anderes.
Wir schauen uns gemeinsam an, wie Ihre Transaktionsnachrichten heute aussehen und was sich mit Ihren vorhandenen Shopware-Daten daraus machen lässt.
Custobar ist Shopware Technology Gold Partner und verarbeitet alle Daten auf Servern innerhalb der Europäischen Union.
